Straits Bio-LNG, ein in Singapur ansässiger Bio-LNG-Anbieter, hat seinen Beitritt zur SEA-LNG-Allianz bekannt gegeben, die sich für die weitverbreitete Nutzung von Flüssigerdgas (LNG) als Schiffskraftstoff einsetzt. Die Hinzunahme von Straits Bio-LNG wird als wichtiger Schritt zur Dekarbonisierung der Schifffahrtsindustrie angesehen.
Straits Bio-LNG testet derzeit eine Technologie zum Abbau leerer Fruchtbüschel (EFB) durch einen Bioprozess mit hoher Enzymkonzentration, die das Potenzial hat, die Effizienz der Bio-LNG-Produktion deutlich zu steigern. Yiyong He, Direktor des Unternehmens, sagte: „Wir glauben fest an das Potenzial von LNG bei der Dekarbonisierung der Schifffahrtsbranche. Mit seiner geringen Kohlenstoffintensität und zunehmenden kommerziellen Rentabilität wird verflüssigtes Biomethan eine Schlüsselkomponente bei der Dekarbonisierung der Branche sein. Durch unseren Beitritt zu SEA-LNG sind wir stolz darauf, mit Pionieren zusammenzuarbeiten, um die weit verbreitete Nutzung von LNG voranzutreiben.“
Da die weltweite Nachfrage nach Schiffen mit LNG-Antrieb steigt, wird sich das LNG-Bunkervolumen Singapurs als wichtiger Bunkerknotenpunkt bis 2024 vervierfachen und auf fast 340.000 Tonnen steigen. Um diesen Bedarf zu decken, plant Straits Bio-LNG, 250.000 Tonnen Bio-LNG pro Jahr bereitzustellen.
Peter Keller, Vorsitzender von SEA-LNG, sagte: „Der Hafen von Singapur ist der weltweit größte Bunkerknotenpunkt. Im Jahr 2024 erreichen die Bunkermengen von LNG und verflüssigtem Biomethan einen Rekordwert, aber wir werden mehr Kraftstoff benötigen, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Im Vergleich zu Schiffsdiesel kann verflüssigtes Biomethan die Treibhausgasemissionen um bis zu 80 % reduzieren. Verflüssigtes Biomethan, das durch anaerobe Vergärung von Abfällen erzeugt wird, kann sogar negative Emissionen erzielen.“
Untersuchungen der Nanyang Technological University in Singapur zeigen, dass bis 2050 reines Bio-LNG 13 Prozent des gesamten Energiebedarfs für Schiffskraftstoffe decken könnte, während eine Beimischung von 20 Prozent diesen Anteil auf 63 Prozent steigern könnte. Darüber hinaus hat die Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) eine Absichtserklärung herausgegeben, in der sie die Möglichkeit skalierbarer Offshore-LNG-Umladelösungen als Ergänzung zu den bestehenden Bunkeranlagen an Land untersucht.









