Laut den neuesten Daten der finnischen Agentur für erneuerbare Energien plant Finnland den Bau von Windkraftprojekten mit einer Leistung von über 100 GW. Diese Pipeline umfasst 60,8 GW Onshore-Windkraft und 45,8 GW Offshore-Windkraft, obwohl nur ein Teil der Projekte tatsächlich gebaut wird.

Finnland verfügt derzeit über 8,9 GW an Windkraftkapazität, davon sind 5,2 GW genehmigt oder im Bau, 8,2 GW befinden sich in der Planungsphase. Im Offshore-Windkraftsektor wurden bereits 860 MW an Offshore-Windkraftprojekten genehmigt.
Die Branche warnte jedoch, dass die im Landnutzungsgesetz vorgeschlagenen festen Abstandsvorschriften viele Projekte verhindern könnten. Anne Mikkonen, Geschäftsführerin von Renewable Energy Finland, sagte, das geplante Landnutzungsgesetz könne die Umsetzung der meisten Windkraftprojekte in Finnland auf verwirrende Weise behindern. Sie betonte zudem, dass Windkraft der einzige Weg sei, die heimische Stromproduktion aus erneuerbaren Energien schnell zu steigern und eine Voraussetzung für die Wasserstoffwirtschaft und die Elektrifizierung anderer Sektoren (d. h. Wachstumsinvestitionen und neue Arbeitsplätze) sei.
Matthias Ollila, Direktor der finnischen Interessenvertretung für erneuerbare Energien, sagte, wenn die Voraussetzungen für den Bau von Windkraftanlagen jetzt zerstört würden, würden die Projektbetreiber im schlimmsten Fall aus dem Markt ausscheiden und die Projekte obsolet, da potenzielle Renditen erst nach einiger Zeit eintreten würden. Die Agentur fügte hinzu, Windkraftprojekte könnten große Industrieinvestitionen anstoßen und Kommunen bei ihrem Wirtschaftswachstum unterstützen.









