Die neuesten Daten der Mineral Products Association (MPA) zeigen, dass die britische Zementproduktion auf den niedrigsten Stand seit 1950 gefallen ist, was ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Zukunft der inländischen Baulieferkette und großer Infrastrukturprojekte aufwirft.

Bis 2024 wird die britische Zementproduktion auf nur noch 7,3 Millionen Tonnen gesunken sein, also auf die Hälfte des Niveaus von 1990. Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise, zunehmender regulatorischer Belastungen und eines harten internationalen Wettbewerbs ist die britische Zementproduktion stark zurückgegangen, sodass die britischen Hersteller ums Überleben kämpfen.
Der britische Baustoffverband (MPA) warnte, der Rückgang der Zementproduktion könne die ehrgeizigen Pläne der Labour-Partei zum Bau neuer Wohnungen, Schulen, Verkehrsknotenpunkte und einer Infrastruktur für saubere Energie gefährden. Gleichzeitig erreichten die Transportbetonverkäufe im zweiten Quartal 2025 einen Rekordtiefstand, was den gestiegenen Druck auf die gesamte Baustoffindustrie verdeutlicht.
Während die Inlandsproduktion sinkt, steigen die Zementimporte Großbritanniens sprunghaft an. Sie steigen von 12 Prozent des britischen Gesamtabsatzes im Jahr 2008 auf 32 Prozent im Jahr 2024. Die Hersteller argumentieren, dass sie durch die ungleichmäßige CO2-Steuer benachteiligt würden, während Importeure, insbesondere solche von außerhalb der EU, nicht mit denselben emissionsbedingten Kosten konfrontiert seien.
Dr. Diana Casey, Geschäftsführerin für Zement und Kalk bei der Minerals and Materials Association (MPA), forderte die Regierung auf, in Großbritannien hergestellten Materialien den Vorzug zu geben und ein faireres Handelsumfeld zu fördern. Sie sagte: „Großbritannien muss entscheiden, ob es seine eigene Industrie unterstützt oder Investitionen und Arbeitsplätze ins Ausland verlagert.“









