Kanada genehmigt 7,4 Milliarden Dollar teures Flüssigerdgasprojekt.
2025-09-17 17:29
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Im Zuge des beschleunigten Ausbaus der globalen Energieinfrastruktur hat Kanada das Flüssigerdgasprojekt (LNG) Ksi Lisims an seiner Nordwestküste offiziell genehmigt. Ziel ist der Export von kohlenstoffarmem Flüssigerdgas nach Asien. Das Projekt, das in die nächste Genehmigungsphase eingetreten ist, wird gemeinsam von der Nisga'a Nation, Rockies LNG und Western LNG vorangetrieben. Geplant sind der Bau und Betrieb von zwei schwimmenden Anlagen auf Pierce Island in British Columbia. Während der Bauphase werden durchschnittlich 450 Arbeiter beschäftigt sein, während des Betriebs sollen 250 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Projekt wurde im Rahmen des alternativen Bewertungsverfahrens des überarbeiteten Impact Assessment Act (IAA) und des Environmental Assessment Act (EAA) von British Columbia genehmigt und ist damit das erste Projekt, das diesen Mechanismus nutzt. Julie Dabrusin, Ministerin für Umwelt und Klimawandel, sagte, die Bewertung habe sich auf die Auswirkungen innerhalb der Bundesgerichtsbarkeit konzentriert und festgestellt, dass potenzielle negative Auswirkungen durch Minderungsmaßnahmen begrenzt werden könnten, was im öffentlichen Interesse liege. Die Entscheidung betonte auch Nachhaltigkeitsziele wie die wirtschaftliche Aussöhnung mit den indigenen Völkern, die Unterstützung der Selbstbestimmung der Nisga'a Nation und die regionale wirtschaftliche Diversifizierung. „Diese Entscheidung spiegelt einen kollaborativen und transparenten Prozess wider, der von der Provinzregierung geleitet und von der Bundesregierung unterstützt wurde und den Input der indigenen Führung einbezog. Das Projekt wird nachhaltige Entwicklung und wirtschaftliche Selbstbestimmung fördern“, sagte Dabrusin.

Die Impact Assessment Agency of Canada (IAAC) spielte in diesem Prozess eine Schlüsselrolle. Sie stellte bundesstaatliches Fachwissen zur Verfügung, beriet indigene Gruppen und koordinierte die Prozesse in British Columbia, um die Einhaltung aller bundesstaatlichen Anforderungen sicherzustellen. Als Reaktion auf die Bedenken der indigenen Gemeinschaften hinsichtlich des zunehmenden Seeverkehrs legte die IAAC Bedingungen fest, um die damit verbundenen Auswirkungen zu minimieren. Projektträger müssen sich an rechtlich bindende Bedingungen halten, darunter die Minderung der Auswirkungen auf Ökologie, Gesundheit der indigenen Bevölkerung und das kulturelle Erbe sowie die Erstellung von Folgeplänen zur Überprüfung der Genauigkeit der Bewertungen. Die Bundesregierung ist entschlossen, den Dialog mit indigenen Gruppen fortzusetzen, um umfassendere Fragen der Auswirkungen auf die Seefahrt zu klären.

Das Ksi Lisims LNG-Projekt hat eine Produktionskapazität von 12 Millionen Tonnen pro Jahr und soll Ende 2028 oder 2029 den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Es soll durchschnittlich 1,7 bis 2 Milliarden Kubikfuß Erdgas pro Tag liefern. Während die aktuellen Kostenschätzungen bei etwa 7,4 Milliarden US-Dollar liegen, geht das Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) davon aus, dass diese je nach Konzept, Infrastruktur und Marktbedingungen auf 19,2 Milliarden US-Dollar steigen könnten. Das Projekt erhielt vor zwei Jahren eine 40-jährige Exportlizenz von der kanadischen Energieregulierungsbehörde (CER) und unterzeichnete seinen ersten Abnahmevertrag mit Shell.

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