Laut The Australian on Sunday erwägt Australien, mit den USA ein Ressourcenabkommen zu schließen, das die Festlegung eines Mindestpreises für wichtige Mineralien und Investitionen in neue Seltenerdprojekte umfasst, um die Abhängigkeit Australiens von China zu verringern und die Sicherheit der eigenen Lieferkette für wichtige Mineralien zu erhöhen.

Im Rahmen der möglichen Vereinbarung hat die australische Regierung Gespräche mit Bergbauunternehmen über eine gemeinsame Investition von 1,2 Milliarden australischen Dollar (ca. 777 Millionen US-Dollar) in den Aufbau strategischer Mineralreserven aufgenommen. Berichten zufolge geht der Vorschlag auf eine kürzlich innerhalb der Regierung verbreitete Ministerialinformation zurück. Mögliche Maßnahmen umfassen die Festlegung eines Mindestpreises für australische Mineralprojekte, die Bereitstellung staatlich geförderter Kredite, Beschaffungsgarantien und Direktinvestitionen. Ziel ist die Unterstützung lokaler Produzenten und die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eines zunehmend härteren Wettbewerbs zwischen China und den USA um die Vorherrschaft in der Verarbeitung Seltener Erden, einem Sektor, in dem China seit langem eine dominierende Stellung innehat, und der Androhung umfassender Zölle durch die US-Regierung als Reaktion auf chinesische Exportkontrollmaßnahmen. Die Stabilität und Sicherheit der globalen Lieferketten, insbesondere für Seltene Erden, eine für die Hochtechnologie- und Rüstungsindustrie wichtige Ressource, erregt weltweit große Aufmerksamkeit.
Analysten gehen davon aus, dass eine erfolgreiche Umsetzung dieses Abkommens durch Australien nicht nur zur Stabilisierung der Marktpreise für wichtige Mineralien (wie Seltene Erden, Lithium und Kobalt) beitragen wird, sondern durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Regierung und Unternehmen auch Australiens strategische Position in der globalen Lieferkette für wichtige Mineralien weiter festigen wird. Dies schafft zudem eine solidere Ressourcenbasis zur Minderung potenzieller geopolitischer Risiken. Die Diskussionen dauern noch an, und konkrete politische Details und Umsetzungswege müssen noch geklärt werden.









