ABB, ein globaler Elektrokonzern mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, wird mit Nvidia zusammenarbeiten, um KI-Rechenzentren der nächsten Generation zu entwickeln. In einer am Montag veröffentlichten Erklärung gab ABB bekannt, dass man sich auf die Entwicklung effizienter und skalierbarer Stromversorgungslösungen konzentrieren werde, um den Anforderungen zukünftiger KI-Workloads gerecht zu werden. Das F&E-Projekt soll Berichten zufolge Nvidias geplante 800-VDC-Stromversorgungsarchitektur unterstützen, die für 1-MW-Serverschränke geeignet ist und Strom schneller und mit geringerem Energieverbrauch übertragen kann. Nach der Ankündigung stieg der ABB-Aktienkurs in Zürich um bis zu 1,9 Prozent.

ABB profitierte in den letzten Jahren von der steigenden Nachfrage nach Automatisierungstools und Investitionen in Stromnetze – margenstarke Geschäftsbereiche, die CEO Morten Wierod stärken möchte. Rund 40 Prozent der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von ABB im Bereich Elektrifizierung konzentrieren sich auf Bereiche, die für Rechenzentren der nächsten Generation entscheidend sind, darunter elektrische Architektur, Schutzgeräte, Gleichstromverteilung und Kühltechnologien.
Während Unternehmen in aller Eile Rechenzentren bauen, um den Anstieg der KI-Nutzung zu bewältigen, sehen sich die Versorgungsunternehmen mit einem höheren Strombedarf konfrontiert. In einer Erklärung zitierte ABB Daten der Dell'Oro Group und erklärte, dass der weltweite Strombedarf für Rechenzentren voraussichtlich von 80 Gigawatt (GW) im Jahr 2024 auf etwa 220 Gigawatt (GW) im Jahr 2030 steigen wird. Die Investitionsausgaben dürften eine Billion US-Dollar übersteigen.









