Im Haushaltsjahr 2024–2025 (das am 1. Juli 2025 endet) steht die ukrainische Ölsaatenverarbeitungsindustrie vor Herausforderungen aufgrund der ungleichmäßigen und instabilen Versorgung mit Sonnenblumenkernen, die Unternehmen daran hindert, ausreichende Lagerbestände anzulegen. Einige Unternehmen haben die Verarbeitung von Sonnenblumenkernen eingestellt und sind auf Sojabohnenproduktion umgestiegen, während andere die Produktion aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit eingestellt haben.

Im vergangenen Wirtschaftsjahr exportierte die Ukraine große Mengen Raps, was es für Fabriken schwierig machte, Raps zur Verarbeitung zu beschaffen. Die Sojabohnenverarbeitung stieg in diesem Wirtschaftsjahr jedoch deutlich an und überschritt 2,6 Millionen Tonnen, und sowohl die Produktion als auch der Export von Sojaöl und Sojaschrot erreichten Rekordhöhen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Wirtschaftsjahres 2023–2024 stiegen die Sojaölexporte 2024–2025 mengenmäßig um 52,5 % und wertmäßig um 98 %; die Sojaschrotexporte stiegen mengenmäßig um über 95 % bzw. wertmäßig um 54,4 %. Die Ukrainian Industrial Joint Stock Company stellte fest, dass dies die starke Nachfrage nach Sojaöl und Sojaschrot in vielen Ländern der Welt, einschließlich der Europäischen Union, sowie die Möglichkeiten für eine verstärkte inländische Verarbeitung von Rohstoffen, die Herstellung von Produkten mit hoher Wertschöpfung und den Export widerspiegelt.
Um die Ölsaatenverarbeitung weiter zu fördern, kündigte die Ukraine einen Exportzoll von 10 % auf Sojabohnen und Raps mit Wirkung zum 4. September 2025 an. Diese politische Anpassung veranlasste inländische Unternehmen, ihre Rapsverarbeitung zu steigern. Im September 2025 erreichte die monatliche Rapsverarbeitung einen Rekordwert von 250.000 Tonnen. Die Produktion erreichte 120.000 Tonnen, von denen 108.800 Tonnen im Wert von 121,9 Millionen US-Dollar exportiert wurden – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Rapsöl wird hauptsächlich in EU-Länder exportiert, wobei die Niederlande, Belgien, Spanien und Polen die größten Importeure sind. Die Ukraine exportierte außerdem 16.800 Tonnen Rapsöl in andere Länder weltweit, darunter Singapur.









