Kürzlich gab Canal+ bekannt, dass es eine Vereinbarung zum Erwerb von 34 % der Anteile am französischen Filmveranstalter und -produzenten UGC getroffen hat, mit der Option, die restlichen Anteile nach 2028 zu erwerben. Canal+ erklärte jedoch, dass seine aktuelle Hauptaufgabe nach der 2-Milliarden-Dollar-Übernahme von MultiChoice die Integration des südafrikanischen Senders sei.

In seinem Quartalsbericht vom Donnerstag gab Canal+ bekannt, dass der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 organisch um 1,2 % auf 4,6 Milliarden Euro (ca. 5,4 Milliarden US-Dollar) gestiegen ist. In dieser Zahl ist die Fusion mit MultiChoice, die in den letzten elf Tagen stattfand, nicht berücksichtigt. Canal+-CEO Maxime Sada erklärte, die Integration von MultiChoice habe höchste Priorität, während der Konzern aktiv versucht, seine Beteiligungen im Rundfunkbereich zu erhöhen. Canal+ hält derzeit knapp 30 % der Anteile am schwedischen Unternehmen Viaplay und 37,3 % am Hongkonger Unternehmen Viu, mit der Option auf eine Erhöhung auf 51 %. Sada zeigte sich zufrieden mit der Wachstumsdynamik beider Unternehmen.
Sadar wies weiter darauf hin, dass das Geschäft von MultiChoice in letzter Zeit aufgrund von Energie- und Währungsproblemen zurückgegangen sei, die Integration das Wachstum jedoch ankurbeln werde. MultiChoice kann die umfangreiche Inhaltsbibliothek von Canal+ nutzen, während Canal+ Zugriff auf die lokalen Sprachinhalte von MultiChoice erhält. Canal+ ist derzeit in fast 70 Ländern aktiv, darunter mit einem eigenen Dienst in Myanmar und einer 49-prozentigen Beteiligung am vietnamesischen Sender K+. Der neue Partner UGC betreibt 55 Kinos in Frankreich und Belgien und verfügt über eine umfangreiche Filmbibliothek, darunter „Die fabelhafte Welt der Amélie“.









