Am 12. November gab die COFCO-Gruppe bekannt, dass sie Verträge über den Kauf von fast 20 Millionen Tonnen brasilianischer Sojabohnen, Sojaöl, Palmöl und anderen Agrarprodukten im Wert von über 10 Milliarden US-Dollar unterzeichnet hat.

In einer auf dem offiziellen WeChat-Account von COFCO veröffentlichten Erklärung hieß es, dass COFCO die genannten Verträge mit internationalen Getreidehändlern wie ADM, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus auf der China International Import Expo in Shanghai in der vergangenen Woche unterzeichnet hat. US-Agrarprodukte wurden in der Erklärung nicht erwähnt.
Seit Ende Oktober hat China den Kauf von US-Agrarprodukten in kleinerem Umfang wieder aufgenommen, darunter drei Sojabohnenlieferungen, die von COFCO erworben wurden. Dieser Schritt wird als Zeichen des guten Willens im Zuge der sich verbessernden Handelsbeziehungen zwischen China und den USA gewertet.
Obwohl China letzte Woche bestätigte, die Anfang März eingeführten Zölle auf US-Agrarprodukte aufgehoben zu haben, hält es weiterhin an einem 10-prozentigen Zoll auf alle US-Importe fest. Dies dämpft die Erwartungen auf eine vollständige Erholung des chinesisch-amerikanischen Handels. Bei Sojabohnen wurden die Zölle zwar von 23 % auf 13 % gesenkt, liegen aber immer noch über den 3 % Zöllen in Brasilien und Argentinien. Daher sind die US-Sojabohnenpreise für private Verarbeitungsbetriebe weiterhin zu hoch.
Händler beobachten derzeit aufmerksam mögliche Großkäufe staatlicher Unternehmen wie COFCO. Zuvor hatte das Weiße Haus erklärt, China werde im November und Dezember 12 Millionen Tonnen US-Sojabohnen kaufen. China hat diese konkrete Kaufmenge jedoch nicht bestätigt.









