Die simbabwische Regierung hat die Einfuhrbeschränkungen für Zement aufgehoben, um den aktuellen Marktengpässen und den rapide steigenden Preisen entgegenzuwirken. Die Zementpreise im Land sind in den letzten zwei Monaten um 40 % gestiegen, von 12 US-Dollar pro 50-kg-Sack im August auf rund 17 US-Dollar.

Der jährliche Zementverbrauch des Landes liegt zwischen 1,6 und 1,8 Millionen Tonnen und wird hauptsächlich durch öffentliche Infrastrukturprojekte und den Wohnungsbau getrieben. Während Zementimporte aus Ländern wie Sambia traditionell die inländische Versorgung ergänzten, sind die Importe in letzter Zeit deutlich zurückgegangen. Verzögerungen an den Grenzen und Quotenbeschränkungen erschweren es, Zement mit Importlizenzen auf den Markt zu bringen.
Auch die lokale Zementproduktion steht vor Herausforderungen: Klinkermangel, Geräteausfälle und instabile Stromversorgung führen zu Produktionsschwankungen. Der Großproduzent Kaya Cement hat mit erheblichen betrieblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, und auch andere Hersteller berichten von zeitweiligen Produktionsausfällen. Diese Faktoren haben die Zementversorgungsknappheit insgesamt verschärft.
Der Druck auf die Zementversorgung in Simbabwe dürfte sich im nächsten Jahr verringern, und die Maßnahme der Regierung zur Aufhebung der Einfuhrbeschränkungen zielt darauf ab, die Marktpreise durch die Erweiterung der Lieferketten zu stabilisieren.









