Kanada und Deutschland haben am 26. August eine gemeinsame Erklärung zur Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich kritischer Mineralien und Energie unterzeichnet. Dies ist Teil der Bemühungen Kanadas, die Beziehungen zu seinen europäischen Verbündeten zu stärken und seine Lieferketten zu diversifizieren, da die Nachfrage nach Materialien für Elektrofahrzeuge und moderne Technologien weiter steigt.

Das Abkommen wurde während des Deutschlandbesuchs des kanadischen Premierministers Mark Carney in Berlin bekannt gegeben. Beide Länder betonten dabei die Notwendigkeit, die Sicherheit der Lieferketten zu gewährleisten, die Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit auszubauen und Projekte der Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie der sauberen Energiebranche gemeinsam zu finanzieren.
„Kanada verfügt über großes Potenzial, eine führende Rolle zu übernehmen und eine stabile Versorgung mit kritischen Mineralien sicherzustellen, und Kanada und Deutschland sind in dieser Hinsicht natürliche strategische Partner“, sagte Carney in einer Erklärung.
Carney, der sein Amt zu Beginn des Jahres antrat, initiierte auf dem G7-Gipfel in Kananaskis, Alberta, die Gründung der Critical Minerals Production Alliance unter der Führung Kanadas mit dem Ziel, eine internationale Partnerschaft des gegenseitigen Vertrauens in der Mineralienversorgungskette aufzubauen.
Im Rahmen des Berliner Abkommens wurde Isabella Chan, eine hochrangige Beamtin des kanadischen Ministeriums für natürliche Ressourcen, zur Sondergesandten Kanadas ernannt, um die Partnerschaft zu fördern. Matthias Köhler, stellvertretender Generaldirektor für Rohstoffpolitik in Deutschland, wurde zum Sondergesandten Deutschlands ernannt.
Diese Partnerschaft baut auf den Verpflichtungen auf, die beim G7-Gipfel Anfang des Jahres eingegangen wurden, bei dem die Staats- und Regierungschefs einen Aktionsplan zu kritischen Mineralien verabschiedeten.









