Knapp einen Monat nach der Finanzierungssicherung haben die Entwickler des australischen 1,5-GW-Projekts Marinus Link die Auftragnehmer offiziell benachrichtigt, mit den Vorbereitungsarbeiten für den Kabel- und Konverterbau zu beginnen. Das 345 Kilometer lange Projekt, das in zwei Phasen mit jeweils 750 MW errichtet wird, wird den Nordwesten Tasmaniens mit dem Latrobe Valley in Victoria über die Bass-Straße verbinden. 255 Kilometer des Projekts bestehen aus Unterseekabeln.

Das Interkonnektorprojekt wird von Marinus Link Pty Ltd (MLPL) geleitet. Die australische Regierung hält 49 %, der Bundesstaat Tasmanien 17,7 % und der Bundesstaat Victoria 33,3 %. Am 1. August gab MLPL seine endgültige Investitionsentscheidung bekannt und bestätigte eine Rekordzusage der Clean Energy Finance Corporation (CEFC) in Höhe von 3,8 Milliarden Dollar (Nominalbetrag) zur Deckung der kapitalisierten Zinsen während der Bauphase. Dieses Finanzierungspaket, kombiniert mit einer renditeschwachen Eigenkapitalbeteiligung der staatlichen Anteilseigner, dürfte den Stromverbrauchern in Tasmanien und Victoria in den ersten fünf Betriebsjahren 900 Millionen Dollar einsparen und die Übertragungskosten um 45 % senken.
MLPL-CEO Stephanie McGregor erklärte: „Das Projekt hat die vollständige Finanzierung, wichtige Umweltgenehmigungen, behördliche Entscheidungen und die Unterzeichnung wichtiger Verträge gesichert. Wir sind auf Kurs, 2026 mit dem Bau zu beginnen und eine nationale Infrastruktur aufzubauen, die die Energiesicherheit stärkt und Investitionen in erneuerbare Energien fördert.“ Die Technologieanbieter des Projekts, Prysmian Powerlink und Hitachi Energy, werden die technische Planung fertigstellen und auf dieser Grundlage mit den vorbereitenden Maßnahmen beginnen. Die erste Bauphase soll 2030 abgeschlossen sein und die Verbindungskapazität innerhalb des australischen nationalen Strommarkts deutlich erhöhen.









