Petronas erklärte am Mittwoch, es werde weiterhin seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen und eine zuverlässige Gasversorgung der Käufer sicherstellen, nachdem das Berufungsgericht im Streit mit Shell MDS (Malaysia) zu seinen Gunsten entschieden hatte. Zuvor hatte das Oberste Gericht eine einstweilige Verfügung erlassen, die es Shell MDS, der Gas-to-Liquids-Tochtergesellschaft von Shell, erlaubte, ab August 2024 keine monatlichen Gasrechnungen mehr an Petronas zu zahlen. Diese einstweilige Verfügung wurde nun jedoch vom Berufungsgericht aufgehoben.

Petronas begrüßte die Entscheidung des Berufungsgerichts und erklärte in einer E-Mail an Reuters: „Wir begrüßen, dass das Berufungsgericht in seiner ausführlichen Entscheidungsbegründung anerkennt, dass Petronas trotz der Herausforderungen seinen Verpflichtungen stets nachgekommen ist.“ Lokale Medien berichteten am Montag, die drei Richter hätten einstimmig entschieden, dass Petronas die Vereinbarung nicht verletzt habe, da das Unternehmen Shell MDS während des gesamten Streits durchgehend mit Gas beliefert habe. Das Oberste Gericht hatte im vergangenen Jahr eine einstweilige Verfügung erlassen, nachdem Shell MDS konkurrierende Rechnungen von Petronas und dem staatlichen Gasversorger Petros aus Sarawak erhalten hatte.
Shell Malaysia erklärte, dass Shell MDS das Urteil des Berufungsgerichts respektiere und befolgen werde. Petronas begrüßt die Stellungnahme von Shell und hofft auf eine rasche Klärung aller offenen Fragen. Petronas streitet seit letztem Jahr mit Petros über die Erdgasverteilungsrechte in Sarawak, und beide Parteien befinden sich derzeit in einem Rechtsstreit. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Petronas seinem Anspruch als zuverlässiger Erdgaslieferant treu.









