Ein Bericht des Energie-Thinktanks Ember zeigt, dass erneuerbare Energien im ersten Halbjahr 2025 34,3 % des weltweiten Stromverbrauchs ausmachen und damit erstmals den Anteil der Kohle von 33,1 % übertreffen werden.

Der Bericht stellt fest, dass Entwicklungsländer wie China und Indien erhebliche Fortschritte bei der Förderung der Energiewende erzielt haben. China trug 55 % zum weltweiten Wachstum der Solarstromerzeugung bei und ist damit ein wichtiger Treiber der Entwicklung sauberer Energien. Auch Länder wie Ungarn, Pakistan und Australien haben neue Rekorde bei der Solarstromerzeugung aufgestellt: Über 20 % ihres Stroms stammen mittlerweile aus Solarenergie. Malgorzata Wiatros-Motyka, Senior Analystin bei Ember, erklärte: „Die meisten Volkswirtschaften streben den Ausbau sauberer Energien an, doch einige gehen strategischer vor als andere und nutzen Chancen besser.“
Obwohl die weltweite Kohleverstromung im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,6 % zurückging, steigerten Industrieländer wie die EU und die USA ihren Kohleverbrauch in diesem Zeitraum. Mit der Verbreitung künstlicher Intelligenz (KI) und dem Wachstum von Rechenzentren steigt der weltweite Strombedarf jährlich um etwa 3 %, was die Entwicklung erneuerbarer Energien vor neue Herausforderungen stellt. Professor Daniel Cohan von der Rice University bemerkte: „Die Frage ist, ob die neu hinzukommenden Wind- und Solarkapazitäten mit dieser Nachfrage Schritt halten können.“
Der Bericht stellt fest, dass das schnelle Wachstum der Solar- und Windenergieerzeugung das Nachfragewachstum übertroffen hat, was zu einem leichten Rückgang des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und der globalen CO2-Emissionen geführt hat. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass sich die Welt einem kritischen Punkt der Energiewende nähert, an dem erneuerbare Energien beginnen, fossile Brennstoffe weitgehend zu ersetzen.









