Die irische Regierung hat Anpassungen ihrer Abwasserrichtlinien angekündigt, die es privaten Bauträgern ermöglichen, sich am Bau von Kläranlagen für kleinere Wohngebiete zu beteiligen. Gemäß den neuen Bestimmungen können Bauunternehmen mit der Irish Water Authority zusammenarbeiten, um Kläranlagen für Wohnbauprojekte mit maximal 40 Wohneinheiten zu errichten.

Der am Dienstag dem Kabinett zur Prüfung vorgelegte Vorschlag zielt darauf ab, die Effizienz im Wohnungsbau durch regulatorische Reformen zu verbessern. Die neue Richtlinie sieht ein Registrierungssystem vor, genehmigt den Einsatz von Abwasserbehandlungsanlagen mit geringem Durchfluss und verpflichtet Kläranlagen zur Einhaltung der von der Umweltschutzbehörde (EPA) festgelegten allgemeinen verbindlichen Regeln. Wohnungsbauminister James Brown erklärte: „Es ist entscheidend, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um sicherzustellen, dass alle Maßnahmen von Bauherren und Bauträgern den Standards entsprechen.“
Hinsichtlich der Wirksamkeit der politischen Anpassungen warf Paul Davies, Dozent für öffentliches Beschaffungswesen an der Dublin City University, Fragen auf: „Wie gewährleisten wir die Standardisierung? Wie stellen wir sicher, dass die langfristigen Kosten nicht steigen? Wie gewährleisten wir eine reibungslose Übergabe?“ Er wies außerdem darauf hin: „Es klingt so, als könnten Bauunternehmen den Bau von Erweiterungen oder eigenständigen Kläranlagen vorschlagen, und die irische Wasserbehörde könnte diese genehmigen. Dies bedeutet aber auch, dass wir möglicherweise den gleichzeitigen Baubeginn einer Vielzahl von Kläranlagen erleben werden.“
Wohnungsbauminister James Brown betonte die Wichtigkeit der Regulierung: „Die irische Wasserbehörde wird die Einhaltung der Vorschriften überwachen und muss deren Standards der Umweltschutzbehörde und der irischen Wasserbehörde erfüllen. Dies dient der Sicherstellung, dass Bauträger ihre Arbeit nach denselben Standards wie die irische Wasserbehörde ausführen können, was von entscheidender Bedeutung ist.“ Diese politischen Änderungen werden voraussichtlich Anfang nächsten Jahres offiziell in Kraft treten.









