Wie das US-Unternehmen Lightbridge bekannt gab, wurden Proben seines Brennstoffmaterials aus einer angereicherten Uran-Zirkonium-Legierung in Versuchsanordnungen geladen und in Kürze werden Bestrahlungstests im Advanced Test Reactor (ATR) des Idaho National Laboratory (INL) beginnen. Die unter strengen Qualitätskontroll- und Prozessvalidierungsverfahren hergestellten Materialproben, deren Zusammensetzung mit der erwarteten Zusammensetzung künftiger kommerzieller Kernbrennstoffe übereinstimmt, werden für Langzeit-Bestrahlungstests in den Reaktorkern eingebracht. Die Tests sollen noch in diesem Jahr beginnen.

Ziel des Experiments ist es, wichtige Daten zur Bestrahlungsleistung zu gewinnen, um die behördliche Zulassung und Kommerzialisierung der Lightbridge-Brennstofftechnologie zu unterstützen. „Die Zusammenarbeit mit Lightbridge ist ein wichtiger Schritt zur Überprüfung der Leistungsfähigkeit fortschrittlicher Kernbrennstoffe“, sagte Jace Gahin, stellvertretender Direktor für Nuklearwissenschaft und -technologie am Idaho National Laboratory. „Die Neutronenbestrahlungsumgebung des ATR-Reaktors wird entscheidende Testbedingungen bieten.“ Scott Holcombe, Vice President of Engineering bei Lightbridge, betonte weiter: „Die Fertigstellung des Versuchsaufbaus markiert eine entscheidende Phase in der Kernbrennstoffentwicklung. Die Bestrahlungsdaten werden die behördliche Zulassung und letztendlich die Kommerzialisierung direkt vorantreiben.“
Lightbridge Fuel, eine proprietäre Kernbrennstofftechnologie der nächsten Generation, ist mit bestehenden Leichtwasserreaktoren und unter Druck stehenden Schwerwasserreaktoren kompatibel. Durch die Optimierung des Kernbrennstoffdesigns werden Reaktorsicherheit, Wirtschaftlichkeit und Proliferationsresistenz deutlich verbessert. Das Unternehmen treibt derzeit gleichzeitig die Anwendung und Entwicklung dieser Technologie in neu entstehenden kleinen modularen Reaktoren voran. Dieser Bestrahlungstest, der auf einer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung zwischen Lightbridge und INL basiert, nutzt den ATR-Reaktor, eine Testplattform für Druckwasserreaktoren, um die Leistung von Kernbrennstoffen in extremen Umgebungen systematisch durch Neutronenbestrahlung statt durch Wärmeerzeugung zu bewerten.









