Im Rahmen der Saudi-Arabischen und Nahen Ostens Grünen Initiative (Saudi and Middle East Green Initiative) setzt Saudi-Arabien eine Reihe von Projekten für saubere Energie um. Ziel ist es, die Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 auf 100–130 Gigawatt (GW) zu erhöhen. Dieser Plan soll die Energiestruktur Saudi-Arabiens transformieren und eine jährliche Reduzierung der CO₂-Emissionen um 278 Millionen Tonnen erreichen.

Laut der Saudi Green Initiative plant das Land, bis 2030 50 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien zu decken. Derzeit sind 6,2 GW erneuerbarer Energien an das saudische Stromnetz angeschlossen, weitere 44,2 GW befinden sich im Aufbau. Das NEOM-Projekt für grünen Wasserstoff, die weltweit größte kommerzielle Wasserstoffproduktionsanlage, wird in der Provinz Tabuk errichtet und soll nach ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2026 jährlich 250.000 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren.
Die saudische Regierung plant den Bau eines 48-GW-Batteriespeichersystems zur Unterstützung der Solarstromspeicherung und zur wetterunabhängigen Wasserstoffproduktion. Der saudische Staatsfonds (Public Investment Fund) plant Investitionen von bis zu 10 Milliarden US-Dollar in den Bau von Anlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff. Auch saudische Unternehmen engagieren sich aktiv in der Energiewende. ACWA Power unterzeichnete eine Absichtserklärung mit dem deutschen Energiekonzern SEFE Energy und plant, bis 2030 jährlich 200.000 Tonnen grünen Wasserstoff zu exportieren.
Saudi Aramco strebt bis 2030 eine jährliche Produktion von 11 Millionen Tonnen Ammoniak an, während ACWA Power in verschiedene Projekte im Bereich erneuerbarer Energien investiert, darunter das Solarkraftwerk Sudal. Das Projekt NEOM zielt darauf ab, die Produktionskosten auf 1,64 £ pro Kilogramm zu senken und so günstige Voraussetzungen für die kommerzielle Anwendung von grünem Wasserstoff zu schaffen.









