Das Schmelzeauffanggehäuse wurde erfolgreich im Reaktorgebäude des Blocks 7 des Kernkraftwerks Leningrad in Russland (Block 3 des Kernkraftwerks Leningrad II) installiert. Das Kraftwerk hat derzeit vier Blöcke in Betrieb, von denen die Blöcke 5 und 6 neue WWER-1200-Reaktoren sind. Die im Bau befindlichen Blöcke 7 und 8 werden die bestehenden Blöcke 3 und 4 ersetzen.

Bei der Installation durch Experten des Generalunternehmers Titan-2 wurde das 157 Tonnen schwere Schmelzeauffanggehäuse präzise im Reaktorschacht installiert – fast einen Monat früher als geplant. Vladimir Pereguda, Direktor des Leningrader Kernkraftwerks, erklärte: „Dies ist eine der wichtigsten Aufgaben, die unserem Team in diesem Jahr übertragen wurden. Als Nächstes steht die Installation von fast 600 Tonnen Komponenten an, darunter Füllblöcke und eine Inspektionsplattform.“ Die Installation des Gehäuses erfolgte mithilfe eines Schwerlast-Raupenkrans mit einer Tragkraft von 2.000 Tonnen und rund 50 Experten in nur acht Stunden. Die Inspektionsabteilung und das zuständige Personal von Titan-2 überwachten den Fortschritt der Arbeiten.
Der Installationsprozess erforderte höchste Präzision mit Toleranzen von wenigen Millimetern. Das Titan-2-Management setzte Personal mit langjähriger Erfahrung in den Leningrader Blöcken 5 und 6 sowie dem türkischen Referenzblock ein. „Wir haben acht Schichtteams mit fast 90 Fachkräften geschult und das Aufsichtspersonal zusätzlich geschult“, sagte Projektleiter Konstantin Khudyakov. Die Schmelzortungsanlage ist eines der wichtigsten passiven Sicherheitssysteme von Block 7. Im Falle einer Kernschmelze hält sie die hochradioaktive Brennstoffschmelze zuverlässig zurück und gewährleistet so die Sicherheit von Personal und Umwelt.









